Chiharu Shiota verwandelt den Ausstellungsraum der Hayward Gallery in ein emotionsales Labyrinth, in dem sich Kilometer langer roter und schwarzer Faden verweben. Diese Spinnennetze, die an Nervensysteme oder Blutgefäße erinnern, fangen Alltagsgegenstände – Betten, Koffer oder Schuhe – ein und verwandeln sie in Relikte vergangener Leben. Die japanische Künstlerin materialisiert hier das Unfassbare: unsere Erinnerungen, unsere Ängste und die unsichtbaren Bande, die uns verbinden. Diese bedeutende Retrospektive umfasst monumentale Installationen, Zeichnungen und Archive ihrer frühen Performances, um unsere Beziehung zu Abwesenheit und Gegenwart zu hinterfragen. Vom 17. Februar bis zum 3. Mai 2026 bietet diese fesselnde visuelle Erfahrung eine poetische Reflexion über das kollektive Gedächtnis. Ein unentbehrlicher Termin, um die Fragilität des menschlichen Daseins durch ein Werk von beispielloser Größe zu erahnen.