Takesada Matsutani, eine emblematische Figur der japanischen Avantgarde Gutai, verwandelt Vinylkleber in ein eindringliches sensorisches Erlebnis. Seit seiner Installation in Paris 1966 manipuliert dieser Künstler diese industrielle Materie, um organische Formen zu erzeugen, die scheinen zu atmen. In der Hauser & Wirth-Ausstellung fordern seine Gemälde und Skulpturen die Schwerkraft heraus: der Kleber wird gegossen, gedehnt und dann geblasen, wodurch glänzende Oberflächen mit aufgeblasenen Reliefformen entstehen, die lebende Zellen oder kosmische Landschaften suggerieren. Diese Auswahl von Werken beleuchtet Jahrzehnte der Experimente, von den radikalsten frühen Forschungen bis zu den jüngsten Kreationen. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, zu beobachten, wie ein gewöhnliches Material zum Träger einer visuellen Poesie zwischen Fluidität und Bewegung wird. Die Werke wohnen im Raum mit einer fast biologischen Präsenz und zeugen von Matsutanis maßreicher Bedeutung für die zeitgenössische Kunst. Zu sehen vom 5. Februar bis zum 18. April 2026.