Dagobert Peche ist mit einer überschäumenden Fantasie in die Codes des österreichischen Modernismus eingegriffen und die Alltagsgegenstände durch seine unkonventionellen Formen revolutioniert. Anders als seine stachenkelnden Zeitgenossen verzog dieser visionäre Künstler Metall, Holz und Textil zu einem Repertoire von traumhaften und raffinierten Formen. Vom 14. Januar bis zum 27. April 2026 beleuchtet die Neue Galerie diese einzigartige Ästhetik, in der die Ornamentik das pulsierende Herz der Schöpfung bildet, anstatt nur als Accessoire zu dienen. Seine Werke offenbaren eine üppige grafische Welt, die geometrische Muster und organische Kurven mit bemerkenswerter Kühnheit für das erste Viertel des 20. Jahrhunderts verbindet. Dieser Rundgang bietet einen privilegierten Blick auf einen der Pfeiler der Wiener Werkstätte, der beweist, dass Moderne luxuriös, spielerisch und tiefgründig poetisch sein kann.