Jean-Henri Fabre hat Generationen von Lesern, von Victor Hugo bis zu zeitgenössischen Japanern, durch seine einzigartige Art, die Welt des Mikrokosmos zu erzählen, verzaubert. Die Bibliothèque André Malraux beleuchtet diesen visionären Naturforscher anhand von außergewöhnlichen Fotografien des Musée national d’histoire naturelle. Diese Aufnahmen dialogieren mit Originalausgaben seiner berühmten Entomologischen Erinnerungen und bieten einen intimen Blick auf den Mann, der die wissenschaftliche Beobachtung zu einer wahren literarischen Epos verwandelte. Vom 21. Januar bis zum 10. Mai 2026 stellt diese Retrospektive die Geduld eines Mannes vor, der stundenlang unbeweglich blieb, um die Geheimnisse eines Käfers oder einer Grashüpfer zu entschlüsseln. Es ist eine seltene Gelegenheit, das Erbe eines autodidaktischen Gelehrten zu studieren, dessen Einfluss weit über die Grenzen der Wissenschaft hinaus in reine Poesie eintaucht.