Nan Goldin hat ihre berühmten Diaprojektionen stets als „Filme aus Fotografien“ betrachtet. Für ihre erste umfassende Retrospektive in Frankreich, die sich ausschließlich ihrem Filmwerk widmet, beleuchtet das Grand Palais diese lebendige Seite der amerikanischen Ikone. Vom 18. März bis zum 21. Juni 2026 verzichtet der Ausstellungsweg auf eingefrorene Drucke und setzt stattdessen auf Bewegung: die Erzählung entfaltet sich musikalisch und erfasst die Dringlichkeit ihrer Freundschaften, ihrer Lieben und ihrer hartnäckigen Kämpfe. Diese monumentale Installation bietet einen exklusiven Zugang zu ihrem visuellen Intimschrift und verwandelt fragile Lebensmomente in eine erschütternde kollektive Epopee. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, die Radikalität eines Werkes zu begreifen, das sich nicht vor Schmerz oder Ekstase verstellt.