Jean-Jacques Henner und Gustave Moreau teilten eine unstillbare Faszination für die biblische Figur Salomos, diese magnetische Heldin, die zwischen Reinheit und Provokation schwankte. Das Jean-Jacques Henner Museum organisiert eine bisher ungekannte Begegnung dieser beiden Meister des 19. Jahrhunderts durch etwa dreißig eindrucksvolle Werke. Von nervösen Skizzen bis hin zu fertigen Leinwänden beleuchtet der Weg die Vielfalt der Blicke auf diesen faszinierenden weiblichen Mythos. Das Ereignis markiert vor allem die erste öffentliche Vorstellung von Salomos letztem Gemälde von Henner, einem wichtigen Werk, das 2024 erworben wurde. Zwischen mysteriösen Schatten und symbolischen Lichtblicken entfaltet sich dieser künstlerische Dialog vom 18. Februar bis zum 22. Juni 2026. Es ist eine besondere Gelegenheit, zu beobachten, wie eine einzige Muse zu so gegensätzlichen Visionen inspiriert hat, im Herzen eines Ortes, der seine künstlerische Seele bewahrt hat.